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Die Internationale Fahrt auf dem Poprad ergänzt seit Mitte der sechziger Jahre die Internationale Fahrt auf dem Dunajec zu einer Wildwasserwoche. Reisten anfangs die Teilnehmer meist per Bahn und noch mit Faltbooten nach Muszyna an, um dort ein erstes Mal die Zelte aufzuschlagen und dann jeweils mit Sack und Pack zum nächsten Etappenort weiter zu ziehen, so ist nun seit einigen Jahren Piwniczna mit seinem Biwakplatz das Standquartier für die drei Etappen auf dem Poprad.



Der Poprad, ein rechter Nebenfluss des Dunajec, entspringt in der Slowakei und fließt zunächst südlich der Hohen Tatra  (u.a. durch die Stadt Poprad) in östliche Richtung, bevor er sich an deren Ostrand seinen Weg nach Norden zum Dunajec bahnt. Bei Leluchow, dem Startpunkt der Fahrt, erreicht er an der Einmündung eines kleinen Baches erstmals polnisches Gebiet.




Von dort bis fast nach Piwniczna bildet er über ca. 40 km die Grenze zwischen Polen und der Slowakei.


Schwallstrecken und leichtes Wildwasser sowie ruhige Fließstrecken wechseln sich in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft ständig ab.



Am frühen Nachmittag erreichten wir unser erstes Tagesziel in Zegiestow, wo die Boote unter Bewachung auf dem Sportplatz abgelegt wurden.


Für die Teilnehmer ging es per Bus zum Quartier und am nächsten Morgen wieder zum Start für die nächste Etappe.


Bei herrlichem Wetter gab es wieder eine Kombination aus Genießen


und voller Konzentration


bis hin zum Tagesziel in Piwniczna.


Nach einem Ruhetag, der zum Relaxen und kleine sportlichen Wettkämpfen genutzt wurde, ging es dann auf die letzte Etappe nach Stary Sacz.



Nachdem wir unterwegs ein kurzes Gewitter abwarten mussten, dass in dieser Region immer möglich ist, wurde es kurz vor dem Ziel noch einmal anspruchsvoll auf dem Wasser.



Nach einer kurzen Verabschiedung am Ziel, setzte der gesamte Troß zum Standquartier am Dunajec nach Kroscienko um.



                             75. Internationale Kanufahrt auf dem Dunajec

                                       namens Tadeusz PILARSKI

                                            26. Mai – 29. Mai 2016



Die erste internationale Fahrt auf dem Dunajec, einem rechten Nebenfluss der Weichsel, fand bereits im Jahre 1934 statt. Damit dürfte sie annähernd die älteste Tour dieser Art europaweit sein, die noch durchgeführt wird. Sie ist inzwischen nach Tadeusz Pilarski, der als Sportfunktionär im polnischen Kanuverband und der Internationalen Kanuföderation lange Zeit erfolgreich gearbeitet hat, benannt. Wegen einiger Jahre kriegsbedingter Zwangspause, gab es erst 2016 die 75. Auflage.


Die Fahrt startet traditionell immer am Fronleichnamstag in Nowy Targ an der Eissporthalle. Die vorbeiziehende Schafherde ließ die Boote zum Glück unversehrt.


Während Ende der siebziger Jahre teilweise über 3.000 Teilnehmer zu verzeichnen waren, geht es heutzutage mit etwa 300 Sportlern deutlich gelassener am Start zu.


Den wohl berühmtesten Teilnehmer gab es 1955 mit dem damaligen Studentenpfarrer Karol Woityla, dem späteren Papst Johannes Paul II., auf den die Organistatoren noch heute sehr stolz sind.


Die erste Etappe nach Mizerna zeigte  zunächst einen ähnlichen Flusscharakter, wie zuvor der Poprad,


bevor es zuletzt hinaus ging auf die Talsperre Czorszty.


Vom Tagesziel wurden die Boote an die Einsatzstelle der 2. Etappe Sromovce Wyzne gebracht. Die Verladetechnik mutete dabei etwas rustikal an.



Der Frühdunst beim Start am nächsten Morgen kündigte für den landschaftlich schönsten Teil der ganzen Woche, das Pieniny-Durchbruchstal, herrliches Wetter an. Ab Sromowce Wycne bis kurz vor Szczawnica ist auch der Dunajec Grenzfluss zwischen Polen und der Slowakei.



Von beiden Seiten wird dort Touristenflößerei betrieben (Bild 21), an diesem Tag waren hunderte Flöße unterwegs.


Der markante Dreikronenberg (Trzy Korony) ist seit langem im Logo der Dunajec Fahrt verankert.


Schroffe Felswände


und bewaldete Hänge wechselten ständig zu einer atemberaubenden Kulisse,


bis schließlich das Tal unvermittelt offener wurde, und das Tagesziel Kroscienko in Sicht kam. Hier gab es für die Unentwegten am Nachmittag noch einen Slalom-Wettkampf.

Die Schlussetappe nach Jazowsko hatte vom Profil große Ähnlichkeit mit dem Poprad und beinhaltete ebenfalls noch einige anspruchsvolle Stellen, wie die alte Natur-Slalomstrecke bei Wietrznica.



Hier wurde außerdem ein vom Fluß gespeister Wildwasserkanal angelegt, auf dem schon Weltmeisterschaften ausgefahren wurden.



Mit viele schönen Eindrücken im Gepäck haben wir dann die Heimreise angetreten und noch einen letzten Blick auf die Talsperre Czorsztyn und die Hohe Tara im Hintergrund werfen können.





 
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